19.9.26 Frieden mit den Nächsten

„Es kann der Frömmste nicht im Frieden bleiben, wenn es dem bösen Nachbar nicht gefällt.“

Mit diesem bekannten Zitat aus Schillers Wilhelm Tell stecken wir oft mitten im Alltag fest: Menschen können einander das Leben schwer machen, und manchmal scheint es, als hänge unser innerer Frieden völlig vom Verhalten anderer ab. Wilhelm Tell suchte damals eine radikale Lösung – doch was machen wir, wenn wir in echten, alltäglichen Streit geraten?

Herzlich laden wir Sie zu unserem dritten Mut-Mach-Abend ein! Gemeinsam wollen wir der Frage nachgehen: Müssen wir wirklich ohnmächtig zusehen, oder gibt es andere Wege aus dem Konflikt?

Was erwartet Sie an diesem Abend?

  • Praktische Einblicke: Wir sprechen mit Menschen, die beruflich Konflikte schlichten und Lösungen für ein gelingendes Miteinander erarbeiten.
  • Jesu Worte neu entdecken: Wie hilft uns die sogenannte „Feindesliebe“ heute? Sie zeigt uns einen dritten Weg: weder alles stumm erdulden noch in den Krieg ziehen, sondern für uns einstehen, ohne das Gegenüber zu vernichten.
  • Konkrete Schritte: Wir überlegen gemeinsam, wie solche Schritte in unseren ganz persönlichen Konflikten aussehen können.
  • Gemeinsam innehalten: Zum Abschluss bringen wir unsere Sorgen und Streitigkeiten vor Gott und bitten um seinen Segen für friedliche Lösungen.

Seien Sie dabei und lassen Sie uns gemeinsam neue Mut-Schritte wagen! Wir freuen uns auf Sie!

Transparenzhinweis: Der obige Text ist eine von KI erstellte Kurzfassung – für alle, die es gerne noch etwas ausführlicher und differenzierter hätten, hier noch die Langfassung:

„Es kann der Frömmste nicht im Frieden bleiben, wenn es dem bösen Nachbar nicht gefällt“ – so beschrieb Wilhelm Tell in Friedrich Schillers Drama die Situation, als er dem Landvogt Gessler auflauert, um ihn umzubringen – eine Tat, die er sich geschworen hat, nachdem der Landvogt ihn vor die grausame Aufgabe gestellt hatte, einen Apfel vom Kopf seines Sohnes zu schießen, um seine Freiheit zu retten und nicht wegen der Verweigerung des geforderten Respekts gegenüber dem Landvogt samt seinem Sohn in Haft zu landen.

Schiller charakterisiert Wilhelm Tell als einen ehrbaren und hilfsbereiten Mann, der durch die Umstände dazu getrieben wird, schließlich Gewalt anzuwenden, um nicht nur die eigene Freiheit, sondern die des gesamten Landes zu gewinnen. Der emotionale Ausnahmezustand, in den ihn das Verhalten Gesslers gestürzt hat, lässt sich für Tell nur dadurch auflösen, dass er Gessler vernichtet.

Sicher haben die allermeisten Menschen keinen „Nachbarn“, der ihnen mit so viel Macht und so abgrundtiefer Grausamkeit begegnet, wie dies Gessler für Tell war. Aber dass Menschen einander das Leben zur Qual machen können, davon können vermutlich alle so manche Geschichten erzählen. An diesem dritten Mut-Mach-Abend wollen wir deshalb der Frage nachgehen, welche Möglichkeiten es gibt, mit solchen Situationen umzugehen, und ob Schiller wirklich recht hat, dass unsere Möglichkeit, im Frieden zu bleiben, ganz vom guten Willen unserer Nachbarn abhängig ist?

Wir begegnen Menschen, die beruflich damit befasst sind, Lösungen für eskalierende Konflikte zu erarbeiten und Wege zu finden, wie ein Zusammenleben in Zukunft wieder gelingen kann. Wir hören, wie die Worte Jesu von der Feindesliebe Menschen dazu ermutigen, einen dritten Weg zu wählen zwischen dem bloßen Erdulden von Unrecht und dem Kampf gegen die Menschen, die das Unrecht ausüben – einen Weg, auf dem wir uns treu bleiben und für uns einstehen, ohne unserem Gegenüber den Krieg zu erklären. Wir überlegen, wie Schritte auf diesem Weg in konkreten Konflikten aussehen können, in denen wir gerade stehen. Wir bringen diese Konflikte vor Gott und bitten um seinen Segen für unsere Bemühungen um gute und friedliche Lösungen.